Elbsandsteingebirge: Malerweg 2026

4. Etappe: Ostrauer Mühle – Neumannmühle

Maria wandert durch einen lichtdurchfluteten Wald im Elbsandsteingebirge

Malerweg kling irgendwie ganz anders als das, was einen wirklich erwartet. Eher nach lieblichem Spaziergang, den früher irgendwelche Romantik-Maler, wie z. B. Caspar David Friedrich, der über 40 Jahre lang hier in der Gegend gelebt hat, flaniert sind, um ein paar hübsche Bilder zu malen.

In Wirklichkeit sollte er eher (Elbsandstein-)Gebirgs-Steig heißen, denn er ist wirklich ein Steig.

Die heutige vierte Etappe ist von der Herausforderung her die Königsetappe und sie ist mit etlichen wirklich exponierten Leitern und Graten so anspruchsvoll, dass wir uns gestern Abend entschieden haben, den ausgesetztesten Abschnitt zu umgehen.

Netterweise gibt es vom Tourismusverband auch eine Variante des Malerweges für Wanderer, die mit Hund unterwegs sind, und ein Stück weit haben wir uns dafür entschieden. Aber auch so hat der heutige Tag noch genügend schöne und anspruchsvolle Stellen bereitgehalten. Das Titelfoto stammt übrigens genau aus der "hundegeeigneten Umleitung" und passt damit zwar grundsätzlich zum heutigen Tag, aber nicht so ganz zum Charakter der restlichen Route. Aber uns hat das Bild einfach gefallen und wir fanden es außerdem abwechslungsreicher, wenn es nicht schon wieder eines mit den typischen Elbsandsteinfelsen gibt.

Auf dem drittletzten Foto seht ihr übrigens den Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal. Als es im 19. Jahrhundert mit dem Tourismus in der Sächsischen Schweiz so richtig los ging und der natürliche Wasserfall für die Besucher nicht immer spektakulär genug war, hat man den Bach oberhalb angestaut und der Wasserfallzieher (das war damals tatsächlich ein offizieller Beruf) sorgte gegen ein Trinkgeld dafür, dass für kurze Zeit ein starker Schwall Wasser herunterschoss. Heute passiert das alle 30 Minuten automatisch und ist in der Ortstaxe enthalten 😉.