Alt Schwerin hat nichts mit Schwerin zu tun. Alt Schwerin ist ein kleines Dorf hier ganz in der Nähe von Waren, am Plauer See auf dem Weg von Malchow nach Plau. Die Namensgleichheit mit der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern ist rein zufällig.

Unsere ursprüngliche Idee für heute war ein Ausflug nach Schwerin. Doch da ist uns die vergangene Nacht dazwischen gekommen.
Als es gestern Abend beim Abendessen in Berlin erste Aufbruchüberlegungen gab, hatten wir zwei Möglichkeiten:
Wir hätten entweder sofort aufbrechen können, um vielleicht noch rechtzeitig für den nächsten Zug nach Waren am Hauptbahnhof zu sein, wobei das unsicher war, da es im Keller des Restaurants weder Handynetz noch WLAN gab, so dass wir nicht nachschauen konnten, wann die nächste U-Bahn oder Straßenbahn fährt.
Also haben wir uns für die zweite Alternative entschieden, nämlich zu trödeln und den Zug eine Stunde später zu nehmen.
Als wir dann irgendwann aus dem Lokal draußen waren und wir wieder Netzempfang hatten, sagte uns die Bahnauskunft, dass der Zug von Neustrelitz nach Waren ausfällt.
Das bedeutete, dass wir statt einer halben Stunde eineinhalb Stunden am Hauptbahnhof warten mussten. Zum Glück hatte der Vapiano zwei schöne freie warme Plätze für uns.
Allerdings waren wir dadurch erst um 0:25 Uhr in Waren und letzendlich kurz vor ein Uhr im Bett. Und da der einzige direkte Zug nach Schwerin bereits um 8:30 Uhr fährt, war uns das dann doch zu wenig Schlaf.
Wir haben uns also entschieden, auszuschlafen und den Zug um 11:10 Uhr nach Malchow und von dort weiter den Bus nach Alt Schwerin zu nehmen – den Ausflug wollten wir in den nächsten Tagen eh machen.
Auf dem Weg nach Malchow haben wir tatsächlich vier(!) Füchse vom fahrenden Zug aus gesehen.
Und kaum hatten wir unsere Wanderung begonnen und wir waren ein Stück aus dem (winzigen) Alt Schwerin draußen, standen zwei Kraniche im Feld neben unserem Weg. In Deutschland gibt es Kraniche nur ganz im Nordosten, also genau hier in der Gegend.
Überraschenderweise hatte ein völlig freistehendes Fischgeschäft mit Räucherei am Weg offen, so dass es heute geräucherte Forelle zum Abendessen gab. Überraschend war das, weil selbst in bewohnteren Dörfern hier in Mecklenburg in der derzeitigen Nebensaison vieles zu hat.
Generell kommen nach Alt Schwerin offensichtlich weniger Ausflügler als dorthin wo wir bisher so waren. So waren die Wanderwege heute vor uns noch von niemand anderem begangen worden (und wir waren ja alles andere als früh dran), sie waren auch viel weniger geräumt. Das drittletzten Foto zeigt den Wanderweg neben der Straße, weshalb Maria auf Foto #5 auf der Straße geht.