Mecklenburg 2026

Penzlin und der erfolgreiche Kampf gegen Hexen

Thomas auf einem Folterstuhl im Folterkeller der Penzliner Burg

Früher, als es noch Hexen gab, war Mecklenburg besonders erfolgreich im Kampf gegen diese.

Fast 4.000 Hexen wurden hier im 16. und 17. Jahrhundert aufgespürt und ihnen der Prozess gemacht. Offensichtlich gab es in dieser Region besonders viele qualifizierte Hexenjäger, die dann entsprechend erfolgreich waren.

Besonders die Alte Burg Penzlin ist als historischer Ort bekannt, der mit seinen Hexenkellern und Verhörwerkzeugen Einblick in die Geschichte der seinerzeitigen erfolgreichen Verfolgung von Hexen bietet.

Ein Bekannter, dessen Tante und Onkel früher in Penzlin lebten (einen Bezug zwischen diesen und Hexen hat er nicht offengelegt), hat uns Anfang der Woche den Tipp gegeben, doch mal hier vorbei zu schauen. Vielen Dank dafür!

Da Burg und Museum in den Wintermonaten nur am Wochenende geöffnet haben, mussten wir bis heute warten, bis wir hierher fahren konnten.

Der Besuch war – wie von ihm versprochen – hochgradig interessant, wobei das praktische Wissen keine große Relevanz mehr hat, weil wir glücklicherweise heute in Zeiten leben, in denen es zumindest bei uns keine Hexen mehr gibt und daher auch keine Gefahr mehr für die normale Bevölkerung von ihnen ausgeht.

Das Aufspüren, Verurteilen und Verbrennen von Hexen hatte übrigens neben der Abwehr der direkt von ihnen ausgehenden Gefahr noch einen zweiten großen Vorteil für die Gesellschaft. Das Vermögen der Hexen wurde üblicherweise von den Landesherren eingezogen, wodurch es diesen ermöglicht wurde, ihren Lebensstandard aufrechtzuerhalten, ohne die Abgaben der einfachen Bevölkerung noch weiter zu erhöhen – eine Win-win-Situation sozusagen.


Ach ja, ich hoffe, ich brauche nicht explizit dazuzuschreiben, dass ich gerade mein gesamtes Arsenal an Sarkasmus ausgepackt habe, das mir eingefallen ist. 😉

Und nochwas: Wie das Titelfoto zeigt, gab es auch männliche Hexen(r), die auf den Folterstuhl mussten. 😜


Der einzige direkte Bus von Waren nach Penzlin fuhr so, dass wir um 11 Uhr in Penzlin angekommen sind. Burg und Museum machten erst um 13 Uhr auf und für einen zweistündigen Stadtrundgang bietet Penzlin eigentlich nicht genügend, selbst wenn man neben den schönen Häusern auch einige der – im Vergleich zu anderen Städten in der Gegend ziemlich vielen – verfallenden Häusern fotografiert.

Also hatten wir uns überlegt, in einem der Cafés für etwas Umsatz zu sorgen, zumal es heute so richtig knackig kalt war. Dummerweise machten alle Cafés auch erst um 13 Uhr auf, aber immerhin gab es einen Supermarkt mit Sitzecke, den wir zum Aufwärmen nutzen konnten.

Auf der Heimfahrt haben wir dann realisiert, dass der Bus von (Neubrandenburg über) Penzlin nach Waren-Ost dort zur gleichen Minute Anschluss weiter ins Zentrum von Waren hat. Und Richtung Penzlin hätte es die entsprechenden Verbindungen auch gegeben, wir hätten also auch bequem später fahren können, das wusste nur die App nicht.