Mecklenburg 2026

Sietower Wandelweg

wir beide umarmen einen Baum

Heute haben wir erstmals den Bus ausprobiert. Richtung Röbel sind wir bis Sietow gefahren, denn auch dort ist im Wander-Radel-Paddel-Führer der Tourist-Information Müritz ein rund dreieinhalbstündiger Rundwanderweg beschrieben.

Landkarte Sietow

Sietow liegt westlich der Müritz, nicht direkt am See, aber nah genug dran, so dass wir in Sietow Dorf mit seiner alten Feldsteinkirche einen kurzen Blick auf die Müritz und den Hafen werfen konnten.

Wandelweg bedeutet übrigens, dass es sich um einen speziell gestalteten Wanderweg handelt, der achtsames Gehen (Wandeln) ermöglicht. Er dient der Entschleunigung, Meditation und Verbindung mit der Natur.

Normalerweise sind uns solche Ideen etwas zu esoterisch, doch einen Baum haben wir trotzdem umarmt, wie es an einer der Tafeln nahegelegt wurde. 🤗

Eine der Stationen hatte den Titel Wo der Fuchs springt. Dort haben wir zwar keine Füchse gesehen, aber kurz bevor wir zurück in Sietow waren, war dann doch plötzlich einer auf einer Lichtung – und er wartete sogar lange genug, bis wir das Tele ausgepackt und an der Kamera montiert hatten.

Unzählige Fußspuren verschiedenster Wild- und Haustiere haben wir auch heute wieder gesehen. Die meisten konnten wir zuordnen, doch bei dem einen Foto in der Galerie würden wir uns freuen, wenn uns jemand von euch helfen könnte. Vielleicht ist es ja ganz einfach? ChatGPT behauptet steif und fest (auch nach Zweifeln), dass es sich um ein Reh handelt, aber wir sehen da eine Reihe von fünf Zehen.

Kalt war es heute übrigens. Zum einen war es tatsächlich ein paar Grad kälter als die letzten Tage, zum anderen ging es heute größere Abschnitte auf offener Flur, wo der Wind wirken konnte, während unser gestriger Weg komplett im Wald verlief. Im Wald war es auch heute gleich viel angenehmer – einen freistehenden Baum hätten wir wahrscheinlich nicht so lange umarmt, da wären wir ziemlich schnell durchgefroren gewesen.

Falls ihr unsere Route auf der Landkarte mit der in den Wanderführern vergleicht, dann werdet ihr feststellen, dass die Form bei uns etwas anders aussieht. Im Heftchen der Tourist-Information ist der Einstieg schlicht und einfach falsch eingezeichnet, was wir erst zu spät bemerkt haben, so dass wir einen Teil des Weges parallel versetzt gegangen sind.