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das kleins­te Flug­zeug, in dem ich je ge­flo­gen bin

unser Flugzeug kurz nach dem Start am Himmel Richtung Erlangen

Vom Segelflugzeug bis zum Airbus A380 bin ich ja schon mit Flugzeugen jeder (Zwischen-)Größe geflogen, doch diesmal sollte es tatsächlich noch ein kleines bisschen kleiner gehen: mit einem Ultraleichtflugzeug Alpi Aviation Pioneer 200.

Zu meinem diesjährigen Geburtstag haben mir Freunde aus Erlangen einen Rundflug ab Herzogenaurach über Erlangen nach Bamberg geschenkt und letztes Wochenende sind wir die Planung für die Einlösung dieses Gutscheins angegangen.

Die kurze Überlegung, ob Maria auch mitfliegt, hat sich bereits nach einem ersten Blick auf die Homepage des Anbieters erübrigt. Das Flugzeug, mit dem es in die Luft ging, hat nur zwei Sitzplätze und einer davon ist natürlich für den Piloten. Ein kurzer Vergleich auf Google mit dem Segelflugzeug, mit dem wir seinerzeit auf dem Hetzles geflogen sind, hat auch bestätigt, dass so ein Tandem-Segelflieger viel länger ist, deutlich mehr Spannweite hat und sogar ein ganzes Stück mehr auf die Waage bringt.

Bei der Terminanfrage habe ich gleich ein paar freie Zeitslots noch unter der Woche angeboten bekommen, aber da Maria und die Erlanger Freunde zuschauen wollten, haben wir uns für den heutigen Sonntag Nachmittag entschieden. Also haben wir heute Mittag den Zug nach Erlangen genommen und sind von dort mit den Rädern die 11 km nach Herzogenaurach geradelt. Bernd und Beate sind kurz danach dazugestoßen.

Nach einem netten Plausch mit dem Piloten, während das Flugzeug noch mit einem anderen Fluggast in der Luft war, bekam ich die übliche Sicherheitseinweisung, die sogar beinhaltete, wie ich das Flugzeug sicher landen kann (mit einem Fallschirm), falls der Pilot unterwegs stirbt. Es gab jedoch die strikte Anweisung, dass ich das nur im Falle seines Ablebens machen soll – so lange er noch lebt, wollte er selbt landen 😆.

Los ging es zunächst gegen die Startrichtung zurück nach Erlangen und von dort im Wesentlichen den Kanal entlang über Bubenreuth, Baiersdorf und Forchheim weiter über Strullendorf nach Bamberg. Dort sind wir "brezelförmlig" zwei Schleifen geflogen, um aus jeder Richtung einen guten Blick auf die Stadt zu haben, bevor es zurück nach Herzogenaurach ging, mit all den Karpfenweihern im Aischgrund.

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In der Luft war es heute relativ unruhig, so dass mein Magen an (aber nicht über) seine Grenzen kam. Dabei fliegt dieses – aus Holz gebaute – Ultraleichtflugzeug angeblich deutlich ruhiger als die üblichen Cessna- oder Piper-Modelle aus Metall. Auch wenn ich die Spucktüte (von Air Berlin!) sicherheitshalber bereitgehalten habe und ich lt. Maria nach der Landung ein wenig weiß im Gesicht war, konnte ich den Flug und die Aussicht schön genießen.

Danach sind wir in Herzogenaurach noch in eine Eisdiele und abends in Erlangen in eine Pizzeria, das mit dem Magen war also alles halb so wild.


Nachdem klar war, dass dies der Flug mit dem kleinsten Flugzeug sein wird, in dem ich je geflogen bin, habe ich gestern Abend mal wieder ein bisschen nachgeschaut, mit welchen Flugzeugtypen ich denn sonst so in der Vergangenheit geflogen bin und es hier endlich mal (vor allem für mich) aufgeschrieben:

  • Mein allererster Flug überhaupt ging 1989 mit einer DC-10 nach Neuseeland – das war damals (nach der 747) das zweitgrößte Passagierflugzeug weltweit.

Neben diversen (Rund-)Flügen mit der weitverbreiteten viersitzigen Cessna 172 Skyhawk oder der fast so häufigen (ebenfalls viersitzigen) Piper PA-28 sind mir auf die Schnelle folgende Flugzeugtypen (nach Größe sortiert) eingefallen:

  • Cessna 177 Cardinal (4 Sitze; Island 2008)
  • Cessna 185 Skywagon (6 Sitze) mit Kufen für Gletscherlandung (Neuseeland 1989)
  • Piper PA-23 Aztec (6 Sitze; Great Barrier Island–Tauranga; Neuseeland 2019)
    die Fluggesellschaft (Sunair) war übrigens 2017/18 für knapp 7 Monate (203 Tage) wegen Entzug der Betriebserlaubnis und der Lufttüchtigkeitszertifikate gegroundet und – wie wir inzwischen gelesen haben – 2016 schon einmal für 6 Tage und 2025 erneut, diesmal für knapp 5 Monate
  • Britten-Norman BN-2 Islander (10 Passagiere; mit OLT von Bremerhaven nach Helgoland 2006)
  • Cessna 208B Grand Caravan (12 Passagiere; Auckland–Great Barrier Island; Neuseeland 2019)
  • Junkers Ju 52 (15 Passagiere; Rundflug mit dem 77 Jahre alten historischen Flugzeug um Nürnberg 2013)
  • De Havilland Canada DHC-6 Twin Otter Wasserflugzeug (15 Passagiere; Malediven 1998)
  • Pacific Aerospace PAC 750XL (ohne Sitzplätze für 17 Fallschirmspringer; Neuseeland 2010)
    dieses Flugzeug ist 2015 bei einem Tandem-Fallschirmsprung-Flug in den Lake Taupō abgestürzt; alle Insassen konnten sich mit dem Fallschirm retten
  • Dornier 228 (19 Passagiere; Guernsey–Alderney 2018)
  • Saab 340 (30 Passagiere; dienstlich mit Crossair von Zürich nach Nürnberg)
  • De Havilland Canada DHC-8-100 (37 Passagiere; Island–Grönland 2008)
    in div. größeren Varianten der Dash 8 sind wir auch immer wieder geflogen
  • Hawker Siddeley HS-748 (48 Passagiere; Neuseeland 1989)
  • ATR 42/ATR 72 (40-78 Passagiere; früher regelmäßig ab/nach Nürnberg)

Und ansonsten sind wir natürlich immer wieder mit diversen Varianten der Regionaljets von Bombardier und Embraer sowie mit allen halbwegs aktuellen Boeing-Modellen (737, 747, 757, 767, 777 und 787) sowie den entsprechenden Airbus-Modellen geflogen. (Lediglich der A318 fehlt aus der A320-Familie, aber der ist tatsächlich ziemlich selten.)

Irgendwie glaube ich auch, dass wir mal mit einer Fokker 50 und Fokker 100 geflogen sind, habe aber im Moment keine Ahnung, wann und wo das gewesen sein könnte – vielleicht fällt es mir ja irgendwann wieder ein. Das eine oder andere Flugzeug fehlt in der Liste aber eh ganz sicher, denn im Normalfall steigen wir ja einfach ein und machen uns keine Gedanken, um was für ein Gerät es sich handelt.

Mindestens zwei verschiedene Hubschrauber-Typen gab es auch noch (in Grönland und Neuseeland), aber auf die habe ich hier verzichtet.