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Hunds­haup­ten – Kirch­eh­ren­bach: Kirsch­blü­ten­tour

eine Reihe blühender Kirschbäume vor Löwenzahnwiese

Vor einer Woche war Thomas mit ein paar Kolleginnen und Kollegen in Kalchreuth auf dem Kirschblütenweg. Und da so ein Meer an Kirschblüten richtig schön dekorativ ist, haben wir schon vor etlichen Wochen beschlossen, dass wir uns das auch zu zweit mal anschauen wollen.

Landkarte Hundshaupten KirchehrenbachZu zweit wollten wir deutlich länger wandern, so dass wir uns auf der VGN-Freizeit-Tipps-Seite umgeschaut haben und uns für die 16 km-Tour von Hundshaupten im weiten Bogen via Leutenbach, am Wal­ber­la vorbei und weiter über Kirchehrenbach nach Pretzfeld ent­schie­den haben.

Am Samstag ist die Anzahl der Busse nach Hundshaupten wirklich sehr überschaubar. Um genau zu sein: Wir hätten um kurz nach 7 Uhr in Fürth aufbrechen können, was uns definitiv zu früh war. Also haben wir die zweite Alternative gewählt und sind kurz vor 12 Uhr via Forchheim und Ebermannstadt nach Hundshaupten gefahren und um kurz vor 1 Uhr in die Wanderung gestartet.

An einem richtig sonnigen und warmen April-Wochenende hatten nicht nur wir die Idee zu einem Ausflug. Im Regio­nal­ex­press von Fürth nach Forchheim hatten wir immerhin zwei Sitzplätze, wenn auch nicht ne­ben­ein­an­der, während es in der agilis nach Ebermannstadt nur noch Steh­plätze gab. Immerhin reichten die Sitzplätze im Bus nach Hundshaupten so gerade für alle, aber wenn wir der Verbindung aus der Bahn-App ge­folgt wären und in Pretzfeld statt in Ebermannstadt in den Bus um­ge­stie­gen wären, dann hätten wir auch hier wieder stehen müs­sen. (Die VGN-App empfahl den Umstieg in Ebermannstadt.)

Wie das auf längeren Wanderungen aber immer so ist, waren wir un­ter­wegs dann doch wieder völlig für uns alleine und konnten die Ruhe, die Landschaft und vor allem die volle Kirschblütenpracht genießen.

Aber wann ist eigentlich die beste Zeit für eine Kirschblütenwanderung. Das haben wir uns selbstverständlich auch gefragt und im Netz danach gesucht. Dummerweise gab es nur so Aussagen wie "zwischen Anfang April und Anfang Mai, je nach Witterung". Irgendwelche aktuellen Status­meldungen hatten wir nicht gefunden, so dass wir uns einfach auf gut Glück für heute entschieden haben. Und was haben wir heute Abend entdeckt, nachdem wir wieder zurück waren und ein paar Infos über die heutige Tour nachgeschlagen ha­ben? Ein Blütenbarometer Fränkische Schweiz, in dem (fast) tagesaktuell genau das steht, was wir gerne vorher gewusst hätten:

  • Unterland: Die Vollblüte ist im Unterland erreicht. Sie wird bis Mitte/Ende nächster Woche anhalten.
  • Oberland: Die Blüte beginnt im Oberland. Die Vollblüte wird Mitte nächster Woche erreicht.

Da der erste Teil unserer Wanderung durchs Oberland und die zweite Hälfte durchs Unterland verlief, waren wir also exakt am besten Wochenende unterwegs. Man muss auch mal Glück haben. 😁

Und wenn ihr euch wundert, warum es auf den Fotos auch Obstbäume gibt, die noch nicht in voller Blüte stehen – das sind Äpfel, die blühen etwas später. Und selbstverständlich handelt es sich bei Foto #3 nicht um Monsterkirschen, sondern um Magnolien. 😉

Insgesamt waren wir bis Kirchehrenbach 13,5 km unterwegs. Unterwegs haben wir uns in Seidmar an einem Hofladen ein kleines Eis gegönnt und in Kirch­ehren­bach sind wir kurz eingekehrt und haben eine Rhabarber- und Johannisbeerschorle getrunken. Auch hier war es bei dem tollen Wetter so voll, dass wir außen keinen Platz fanden und innen ins Wirtshaus mussten.

Auf die letzten dreieinhalb Kilometer an der Bahnlinie entlang weiter nach Pretzfeld haben wir übrigens verzichtet. Inzwischen haben wir nämlich unsere Füße gespürt und wir wollten in Forchheim noch in eine Eisdiele, die wir von früher als gut in Erinnerung hatten, wo wir aber schon lange nicht mehr waren – Forch­heim liegt einfach nicht auf unserem täglichen Weg.

Der Vorteil, den die Wanderung bis nach Pretzfeld möglicherweise gehabt hätte, wäre gewesen, dass wir vielleicht einen Sitzplatz in der agilis nach Forchheim bekommen hätten. (Naja, wohl eher nicht.)

Die Eisdiele in Forchheim ist übrigens gut, aber an Schwabach kommt sie nicht heran. Immerhin gab es dort freie Sitzplätze, denn im Regionalexpress nach Fürth mussten wir wieder stehen. Was uns aber besonders gewundert hat, waren die vielen Hansa-Rostock-Fans, die auf dem Heimweg von Schweinfurt waren. Wissen die nicht, dass Rostock weiter im Norden liegt und sie in Bamberg hätten umsteigen sollen? 🤔

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